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TU Berlin

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Interdependenzen VI: superficies

Oberflächengestaltungen von Bildwerken in Mittelalter und Früher Neuzeit

09.-11.05.2019

Dr. Andreas Huth, Prof. Dr. Magdalena Bushart

 

Ästhetik, Wert, Funktionalität und Erhaltung von Bildwerken werden entscheidend von deren Oberflächengestaltung mitbestimmt: Im Europa des Mittelalters und der Frühen Neuzeit setzten sich Künstler*innen daher intensiv mit der Oberflächengestaltung auseinander, reflektierten ihre Funktionen und experimentierten mit Materialien und Techniken. Die Diskussion dieses Themenfelds aus kunstwissenschaftlicherkunsttechnologischer und restauratorischer Perspektive soll bei der sechsten Tagung des Forschungsprojektes „Interdependenzen. Künste und künstlerische Techniken“ im Mittelpunkt stehen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist frei.

Die Veranstaltung findet statt an der TU Berlin, Architekturgebäude, Raum 060, Straße des 17. Juni 150/152, 10623 Berlin.

Tagungsheft [1]

Programm [2]

Abendvortrag "Referenzmaterialien für Marmoroberflächen"

Lupe [3]

Hans Körner (Universität Düsseldorf)

Referenzmaterialien für Marmoroberflächen

 

09.05.2019
18.00 Uhr, TU Berlin, Architekturgebäude, Raum A053

Der Vortrag findet im Rahmen der superficies-Konferenz statt.  

Die angestrengte Frage nach Materialgerechtigkeit in der Moderne hat verschleiert, dass zumindest in der Vormoderne der richtige (‚gerechte’) künstlerische Umgang mit Materialien nicht zuletzt in der Fähigkeit bestand, das gegebene Material auf ein anderes Material hin zu überschreiten. Tatsächlich ist Materialnachahmung / Materialillusion ein Phänomen, nach dessen Ursprung man wie bei vergleichbar allgemeinen Kulturtechniken besser nicht fragt. Das Phänomen der Materialillusion bestimmt maßgeblich das ästhetische Spannungsfeld, in dem Materialien und ihre Materialitäten in der Geschichte der Kunst interagieren. Referenzmaterialien agieren in diesem Spannungsfeld mit. Insofern sind sie von der Praxis und der ästhetischen Akzeptanz oder Nichtakeptanz der Simulation von Materialität an der Oberfläche nicht unbetroffen. Doch wenn im geplanten Vortrag von Referenzmaterialien die Rede sein wird, dann nicht, um mit einem neuen Begriff die geläufigen der Materialnachahmung / Materalillusion zu ersetzen. Referenzmaterialien schieben sich nicht als nachgeahmte vor das sich verleugnende Ausgangsmaterial. Marmor – auf Marmor und seine Referenzmaterialien Wachs und Gips beschränkt sich dieser Vortrag – insofern er sich auf ein Referenzmaterial bezieht, verleugnet sich als Material nicht. Referenzmaterialien sind solche, die Möglichkeiten sichtbar machen, die im Marmor angelegt sind, insofern die Kunst des Künstlers das Material auf diese Möglichkeiten hinführt. Referenzmaterialien können auch solche sein, die im Reden und Schreiben über Skulpturen, aber auch anschaulich in die Diskussion über den Stellenwert eines Materials im Kunstkontext, z. B. über die Relation von Form und Materialisierung eingreifen. 

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