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TU Berlin

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Dissertationen

Sabine Sense

Manfred Kuttner (1937-2007) - Farbe flieg. Monografie mit Werkverzeichnis

In den 1950er und frühen1960er Jahren entstehen im Westen Deutschlands die unterschiedlichsten Kunstbewegungen – mit zwei sehr gegensätzlichen Schwerpunkten (Pop-art und Nouveau Réalisme und verschiedenen Varianten des Neo-Konstruktivismus), während sich im Osten zunehmend der “Sozialistische Realismus“ etabliert. Gerade im Rheinland bildet sich eine Kunstszene, die zum einen äußerst pluralistisch angelegt ist, andererseits auch eine gewisse Ballung von extrem starken und oftmals auch stark konkurrierenden Künstlerpersönlichkeiten bietet. Besonders im Umfeld der Düsseldorfer Akademie sind die wesentlichen, später zu „Künstlerstars“ stilisierten Vertreter der neuen Avantgarde der Nachkriegszeit anzutreffen (u.a. Joseph Beuys, Blinky Palermo, Sigmar Polke, Gerhard Richter und Günther Uecker).

Nicht jeder begabte junge Kreative schafft es allerding, sich auf dem Kunstmarkt zu behaupten. Manchmal bilden sich Gruppen von Künstlern, die sich in ihrer Arbeit  unterstützen, manchmal ähneln diese Zusammenschlüsse auch eher einer Notgemeinschaft, die nicht zur allseits angestrebten Karrierebildung beizutragen vermag. Der Lebens- und Werklauf von Manfred Kuttner erscheint mir als Beispiel für eben jenen Konflikt zwischen akademischem Kunstbegriff, kultursoziologischer Relevanz und desorientiertem Kunstmarkt besonders geeignet zu sein. Mit unterschiedlichsten Medien (Grafik, Tafelbild, Objekt, Film etc.) gelingt es Kuttner, sich durch eine sehr eigene Formensprache und ungewöhnliche Materialauswahl dem dogmatischen Avantgardekonzept zu entziehen. Anhand seiner Biografie soll dann auch der konsequente Ausstieg eines ostdeutschen Avantgarde-Künstlers mit „Fluxus-Tendenzen“ aus dem „Kapitalistischen Realismus“ nachvollziehbar werden.

 

CV

1982-89 Studium der Kunstgeschichte, Neueren und Älteren Deutschen Literaturwissenschaft sowie Deutschen Sprachwissenschaft in Kiel; 1989 Magisterarbeit über „Das adlige Gut Hemmelmark, unter besonderer Berücksichtigung des Herrenhausneubaus (1902-04) von Ernst Eberhard von Ihne, dem Hofarchitekten Wilhelms II.“; 1990-97 in unterschiedlichen Berliner Büros für Architektur, Denkmalpflege und Bauforschung tätig; 1998-99 Aufbaustudiengang „Denkmalpflege und Restaurierung“ in Bamberg; seit 2000 bis heute  Mitarbeiterin bei Dipl.-Rest. Matthias Hollemann und der Planungsgruppe für Historische Bausubstanz HBS in Bamberg; seit 2010 Doktorandin an der TU Berlin

 

Publikationen

Restaurierungsaufgaben Fassade, in: Ausbau des Deutschen Domes zum Ausstellungsgebäude des Deutschen Bundestages. Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, Berlin 1996, S. 45.

 

 

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