direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Dissertationen

Juliane von Åkerman

George Minnes Bildwerke in Deutschland. Rekonstruktion einer internationalen Beziehung

George Minne (1866–1941) und sein plastisches Œuvre sind in Deutschland in Vergessenheit geraten. Im Wilhelminischen Reich hingegen waren seine Werke auf den Ausstellungen der Avantgarde allgegenwärtig. Kunsthändler wie Paul Cassirer und Julius Meier-Graefe (der sich auch publizistisch mit Minne auseinandersetzte) gehörten zu seinen frühesten Mäzenen. Später nahmen Alfred Flechtheim und Wolfgang Gurlitt Minne in ihr Portfolio auf. Zu seinen frühesten Sammlern zählte Karl Ernst Osthaus, der ein umfassendes Werkkonvolut für sein Hagener Folkwang Museum erwarb. Hugo von Tschudi und Max Sauerlandt waren die ersten Museumsdirektoren, die Ankäufe von Skulpturen und Plastiken von Minne für ihre Berliner bzw. Hallenser Sammlung tätigten. In meiner Dissertation soll der Frage nachgegangen werden, welche Beziehungen zwischen Minne und Deutschland bestanden, und wie sein Werk dort aufgenommen wurde. Hierzu werden entsprechende Ausstellungen, Werke, Personen und Institutionen vorgestellt sowie die getätigten Ankäufe und die zeitgenössische Rezeption rekonstruiert, die maßgeblich zu seinem Erfolg in Deutschland beigetragen haben.
Um eine umfassende kunsthistorische Bewertung vorzunehmen, werden Minnes Bildwerke ausgesuchten Werken deutscher Künstler (u. a. Ernst Barlach, Georg Kolbe, Joachim Karsch, Käthe Kollwitz, Franz Metzner, Wilhelm Lehmbruck und Milly Steger) gegenübergestellt. Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: Mit welchen Fragestellungen setzte sich diese neue Generation von Bildhauern auseinander? Wie unterscheidet sich ihre Herangehensweise, wo finden sich Gemeinsamkeiten mit Minne? Inwiefern bezog sich Minne auf tradierte Formen, inwieweit zeigte er sich innovativ? Wie verlief die künstlerische Rezeption?

 

CV

1994–2001 Studium der Kunstgeschichte, Neueren deutschen Literatur und germanistischen Linguistik an den Universitäten Würzburg, Verona, Augsburg und München; 2001 Magisterarbeit über Aggression als künstlerisches Ausdrucksmittel in den Arbeiten von Annette Messager; 2001–2003 Teilnahme am Promotionsstudiengang Museums- und Ausstellungswesen in Kooperation mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen; 2003/2004 Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Kunstgeschichte der LMU München; 2004–2006 Mitarbeiterin am Käthe Kollwitz Museum Köln; seit 2011 Doktorandin an der TU Berlin

Kontakt: AkermanJ(at)web.de

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe